Aus der Chronik der Mechtenbergschule


Die Mechtenbergschule (Gemeinschaftsgrundschule an der Danziger Straße 22) liegt im Süden der Stadt Gelsenkirchen, im Stadtteil Rotthausen. Sie ist eine der beiden Grundschulen in diesem Stadtteil. Der Schulbezirk ist so gebildet, dass seine Grenzen durch die Stadtgrenze zu Essen, den Mechtenberg, die Hattinger Straße (B 227), die Bahnlinie Gelsenkirchen-Essen, die Steeler Straße und die Straße Am Dahlbusch fast als natürliche Grenzen angesehen werden können. In diesem Bereich gibt es sowohl Ein- und Zweifamilienhäuser als auch viele drei- bis neungeschossige Mehrfamilienhäuser.

Im Schulbezirk befinden sich weiterhin eine Hauptschule, drei Kindergärten und eine katholische Kirche. Da es nur wenige Geschäfte gibt, ist der Bezirk fast ein reiner Wohnbezirk. Bis in die sechziger Jahre war der Stadtteil durch den Bergbau beherrscht. Heute finden sich an den Grenzen eine Brotfabrik, ein Metallverarbeitender Industriebetrieb und ein Unternehmen der Glasindustrie, auf dessen Gelände eine Fabrik für Fotovoltaik entstanden ist. Im Schulbezirk sind nur wenig Freiflächen und keine öffentlichen Spielplätze vorhanden. Deshalb ist der Schulhof unserer Schule nachmittags für Kinder bis zum Alter von 14 Jahren freigegeben.

der Dueppel

(Ausschnitt aus einer WAZ-Luftaufnahme von GE-Rotthausen)

Unsere Grundschule wurde im Jahr 1956 als zwölfklassige Volksschule fertiggestellt. 1963 kam eine Turnhalle hinzu. 1968 wurde bei der Aufteilung der Volksschulen in Grund- und Hauptschulen in NRW aus der evangelischen Mechtenbergschule die Gemeinschaftsgrundschule an der Danziger Straße. Seit März 1998 heißt die Schule auf Antrag der Schulkonferenz und nach Beschluss der Bezirksvertretung Gelsenkirchen-Süd wieder Mechtenbergschule.

Seit 2004 ist die Mechtenbergschule eine offene Ganztagsschule mit derzeit 50 Kindern in zwei Gruppen.
Kooperationspartner ist die evangelische Jugend Rotthausen.
Insgesamt besuchen die Schule ca. 210 Schülerinnen und Schüler. Sie werden in 8 Regelklassen, einer Alphabetisierungs- und internationalen Fördergruppe von 11 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet.  Außerdem erteilt ein türkischer Kollege wöchentlich 8 Stunden Muttersprachlichen Unterricht.
Die Alphabetisierungs- und internationale Fördergruppe ist vor mehreren Jahren an unserer Schule eingerichtet worden. In dieser Lerngruppen werden Schülerinnen und Schüler unterrichtet, die vorwiegend aus den östlichen EU-Ländern, dem ehemaligen Jugoslawien und dem Irak kommen und noch teilweise nie eine Schule besucht bzw. keine Deutschkenntnisse haben. Sie wohnen im südlichen Teil der Stadt Gelsenkirchen und kommen großenteils mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule, wenn der Schulweg mehr als zwei Kilometer beträgt.

Die Quote der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund liegt in den Regelklassen bei ca. 30 %. Der Anteil der Familien, die Hilfe zum Lebensunterhalt bekommen oder von Arbeitslosigkeit betroffen sind, ist in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen. Ein beachtlicher Teil der Kinder unserer Schule sind davon betroffen.

Stand: 1.4.2007
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